Chancen-Risiko-Klassen für Altersvorsorge- und Basisrentenverträge

 

Zertifizierte Altersvorsorge- und Basisrentenverträge werden für das Produktinformationsblatt in Chancen-Risiko-Klassen (CRK) eingeordnet (Klassifizierung). Von dieser Klassifizierung sind verschiedene weitere Angaben im Produkt-informationsblatt abhängig.  Insgesamt sind fünf Chancen-Risiko-Klassen vorgesehen. Der CRK-1 gehören die Produkte an, die am wenigsten risikobehaftet sind aber dafür die  geringste Chance auf eine höhere Rendite ausweisen – zum Beispiel Sparpläne mit einer fixen jährlichen Verzinsung. Die Produkte in der CRK-5 können zwar die höchste Chance auf hohe Renditen ausweisen; müssen aber beispielsweise keine Garantie auf die eingezahlten Beiträge geben.

 

Für jeden Tarif wird abhängig von der Laufzeit des Vertrags eine Chancen-Risiko-Klasse ermittelt. Dabei werden vier Vertragslaufzeiten bis zum Beginn der Rente betrachtet: 12, 20, 30 und 40 Jahre. Hat der Tarif mehrere Varianten, die eventuell zu unterschiedlichen Klassen gehören, so ist mindestens die risikoreichste Variante des Tarifs zu klassifizieren.

Klassifizierungsverfahren

 

Die Klassifizierung erfolgt nur für bereits zertifizierte Altersvorsorgeprodukte und nur auf Antrag des Anbieters.

 

Nach der ersten Klassifizierung wird der Tarif bzw. die Tarifvariante regelmäßig überprüft. Der Anbieter kann den Verzicht auf weitere Überprüfungen beantragen, wenn der betreffende Tarif bzw. die Tarifvariante nicht mehr vertrieben wird.

 

Bitte verwenden Sie die zur Verfügung gestellten standardisierten Antragsformulare für Ihren Antrag zur Klassifizierung und für den Verzicht. Nur schriftliche Anträge werden berücksichtigt, insbesondere die elektronische Form ist nicht zugelassen.

 

Für die Bearbeitung des Antrags und für die Überprüfung erhebt die PIA bei Antragstellung eine Gebühr. Die Höhe der Gebühr kann der Gebührensatzung der PIA  entnommen werden. Beispiele zu modellierungswesentlichen Eigenschaften im Sinne des § 3 Satz 3 der Gebührensatzung finden Sie hier.